{"id":3103,"date":"2026-03-10T13:55:02","date_gmt":"2026-03-10T13:55:02","guid":{"rendered":"https:\/\/aktienpros.com\/?p=3103"},"modified":"2026-03-10T13:55:03","modified_gmt":"2026-03-10T13:55:03","slug":"vw-gewinn-halbiert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktienpros.com\/?p=3103","title":{"rendered":"VW-Gewinn halbiert sich"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Massiver R\u00fcckgang beim Konzernergebnis &#8211; Bis 2030 sollen 50.000 Stellen wegfallen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der <strong>Volkswagen-Konzern<\/strong>, Europas gr\u00f6\u00dfter Automobilhersteller, steht vor einer der gr\u00f6\u00dften wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre. Die Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fcr <strong>2025<\/strong> zeigen einen deutlichen R\u00fcckgang beim Gewinn. Nach Steuern erwirtschaftete das Unternehmen nur noch <strong>6,9 Milliarden Euro<\/strong>, w\u00e4hrend im Jahr zuvor noch <strong>12,4 Milliarden Euro<\/strong> erzielt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist der Konzerngewinn um rund <strong>44 Prozent<\/strong> eingebrochen. Trotz seiner globalen Marktstellung und eines weiterhin hohen Umsatzvolumens konnte der Autobauer diesen R\u00fcckgang nicht verhindern. Der <strong>Konzernumsatz<\/strong> sank im gleichen Zeitraum leicht um <strong>0,8 Prozent<\/strong> auf etwa <strong>322 Milliarden Euro<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Zahlen verdeutlichen den Druck, unter dem die gesamte Automobilindustrie derzeit steht. Steigende Kosten, geopolitische Spannungen, schw\u00e4chere M\u00e4rkte und strategische Anpassungen belasten selbst die gr\u00f6\u00dften Hersteller.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"875\" height=\"544\" src=\"https:\/\/aktienpros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-21.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3105\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Radikaler Stellenabbau bis 2030 geplant<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Parallel zu den schw\u00e4cheren Gesch\u00e4ftszahlen hat Volkswagen seine Sparma\u00dfnahmen erneut bekr\u00e4ftigt. Laut Gesch\u00e4ftsbericht plant der Konzern, bis zum Jahr <strong>2030 rund 50.000 Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland abzubauen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits zuvor hatte das Unternehmen angek\u00fcndigt, etwa <strong>35.000 Stellen<\/strong> innerhalb der Kernmarke <strong>Volkswagen<\/strong> zu streichen. Nun zeigt sich, dass auch andere Marken innerhalb des Konzerns betroffen sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim Premiumhersteller <strong>Audi<\/strong> sollen bis <strong>2029 rund 7.500 Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> wegfallen. Beim Sportwagenbauer <strong>Porsche<\/strong> plant das Unternehmen den Abbau von etwa <strong>3.900 Stellen<\/strong>, einschlie\u00dflich Leiharbeitskr\u00e4ften.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Personalabbau soll jedoch nicht \u00fcber klassische K\u00fcndigungen erfolgen. Stattdessen setzt der Konzern auf Ma\u00dfnahmen wie <strong>Altersteilzeitprogramme<\/strong> und <strong>Abfindungen<\/strong>, um die Zahl der Besch\u00e4ftigten schrittweise zu reduzieren. <strong>Betriebsbedingte K\u00fcndigungen wurden ausdr\u00fccklich ausgeschlossen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schwieriges Jahr f\u00fcr den Autokonzern<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Entwicklung der Gesch\u00e4ftszahlen zeigt, wie stark Volkswagen im Jahr 2025 mit wirtschaftlichen Belastungen zu k\u00e4mpfen hatte. Besonders problematisch war das dritte Quartal, in dem der Konzern sogar in die roten Zahlen rutschte.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zeitraum musste Volkswagen einen Verlust von <strong>mehr als einer Milliarde Euro<\/strong> verbuchen. Mehrere Faktoren trafen gleichzeitig zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein zentraler Belastungsfaktor war die strategische Neuausrichtung bei der Tochter <strong>Porsche<\/strong>. Das Unternehmen hatte seine Pl\u00e4ne zur schnellen Elektrifizierung teilweise \u00fcberarbeitet und setzt weiterhin st\u00e4rker auf Verbrennungsmotoren. Dieser Strategiewechsel verursachte erhebliche Kosten, die sich auch im Ergebnis des Mutterkonzerns niederschlugen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zus\u00e4tzlich belasteten <strong>US-Z\u00f6lle<\/strong> das Gesch\u00e4ft. Die Handelsma\u00dfnahmen f\u00fchrten zu Milliardenkosten f\u00fcr den Konzern und erschwerten die Profitabilit\u00e4t auf dem wichtigen nordamerikanischen Markt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leichte Erholung zum Jahresende<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Trotz der insgesamt schwierigen Entwicklung gab es gegen Ende des Jahres erste positive Signale. Im <strong>vierten Quartal 2025<\/strong> konnte Volkswagen wieder bessere Ergebnisse erzielen als in den ersten neun Monaten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Stabilisierung deutet darauf hin, dass der Konzern einige der vorherigen Belastungen zumindest teilweise auffangen konnte. Dennoch bleibt das Gesamtjahr 2025 deutlich schw\u00e4cher als die Vorjahresperiode.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorstandsvorsitzende <strong>Dr. Oliver Blume<\/strong> steht deshalb weiterhin unter erheblichem Druck, den Konzern wirtschaftlich zu stabilisieren und gleichzeitig die Transformation der Automobilindustrie zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Absatzentwicklung zeigt regionale Unterschiede<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch bei den Fahrzeugverk\u00e4ufen verzeichnete Volkswagen einen leichten R\u00fcckgang. Im Jahr <strong>2025<\/strong> lieferte der Konzern weltweit <strong>8,98 Millionen Fahrzeuge<\/strong> aller Marken aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit lag der Absatz um <strong>0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres<\/strong>. Zwar konnte Volkswagen in <strong>Europa<\/strong> sogar leicht wachsen, doch diese Entwicklung reichte nicht aus, um die R\u00fcckg\u00e4nge in anderen wichtigen M\u00e4rkten zu kompensieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders problematisch zeigte sich erneut der chinesische Markt. China gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr deutsche Automobilhersteller. Doch die zunehmende Konkurrenz lokaler Hersteller und die schw\u00e4chere Nachfrage nach europ\u00e4ischen Marken setzen den Konzern unter Druck.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch in <strong>Nordamerika<\/strong> gingen die Verkaufszahlen zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Porsche besonders stark betroffen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Besonders drastisch f\u00e4llt der Gewinneinbruch bei der Konzerntochter <strong>Porsche<\/strong> aus. Der operative Gewinn des Sportwagenherstellers brach von <strong>5,3 Milliarden Euro<\/strong> im Vorjahr auf nur noch <strong>90 Millionen Euro<\/strong> ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Das entspricht einem R\u00fcckgang von rund <strong>98 Prozent<\/strong> und geh\u00f6rt zu den st\u00e4rksten Ergebnisverschlechterungen innerhalb des Konzerns.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptursache ist auch hier das schw\u00e4chelnde Gesch\u00e4ft in <strong>China<\/strong>, wo sich die Nachfrage nach Luxusfahrzeugen deutlich abgek\u00fchlt hat. F\u00fcr Porsche, dessen Modelle traditionell hohe Margen erzielen, hat diese Entwicklung besonders starke Auswirkungen auf die Profitabilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gro\u00dfer Umbau der Automobilindustrie<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Zahlen des Volkswagen-Konzerns spiegeln eine umfassende Umbruchphase in der globalen Automobilbranche wider. Hersteller investieren Milliardenbetr\u00e4ge in neue Technologien, darunter <strong>Elektromobilit\u00e4t<\/strong>, <strong>Softwareentwicklung<\/strong> und <strong>digitale Fahrzeugplattformen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig geraten klassische Gesch\u00e4ftsmodelle unter Druck. Neue Wettbewerber, insbesondere aus <strong>China<\/strong>, gewinnen zunehmend Marktanteile. Hinzu kommen politische Faktoren wie Handelskonflikte, Z\u00f6lle und strengere Klimavorgaben.F\u00fcr einen Konzern mit weltweit fast <strong>neun Millionen verkauften Fahrzeugen pro Jahr<\/strong> bedeutet dieser Wandel enorme organisatorische und finanzielle Herausforderungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Massiver R\u00fcckgang beim Konzernergebnis &#8211; Bis 2030 sollen 50.000 Stellen wegfallen Der Volkswagen-Konzern, Europas gr\u00f6\u00dfter Automobilhersteller, steht vor einer der gr\u00f6\u00dften wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre. Die Gesch\u00e4ftszahlen f\u00fcr 2025 zeigen einen deutlichen R\u00fcckgang beim Gewinn. 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