{"id":3107,"date":"2026-03-10T14:08:26","date_gmt":"2026-03-10T14:08:26","guid":{"rendered":"https:\/\/aktienpros.com\/?p=3107"},"modified":"2026-03-10T14:08:27","modified_gmt":"2026-03-10T14:08:27","slug":"mercedes-baut-werk-in-ungarn-massiv-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktienpros.com\/?p=3107","title":{"rendered":"Mercedes baut Werk in Ungarn massiv aus"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Milliardeninvestition in neuen Produktionsstandort<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Automobilhersteller <strong>Mercedes-Benz<\/strong> treibt den Ausbau seiner internationalen Produktionsstruktur voran. W\u00e4hrend der Konzern in Deutschland Kosten reduziert und \u00fcber Personalabbau diskutiert, investiert das Unternehmen mehr als <strong>eine Milliarde Euro<\/strong> in sein Werk im ungarischen <strong>Kecskem\u00e9t<\/strong>. Dort soll die Produktion deutlich ausgeweitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Angaben der ungarischen Investitionsagentur <strong>HIPA<\/strong> wird die Kapazit\u00e4t der Fabrik langfristig auf bis zu <strong>300.000 Fahrzeuge pro Jahr<\/strong> steigen. Gleichzeitig plant der Konzern die Schaffung von rund <strong>3.000 zus\u00e4tzlichen Arbeitspl\u00e4tzen<\/strong> an diesem Standort. Derzeit arbeiten bereits etwa <strong>5.000 Besch\u00e4ftigte<\/strong> in dem Werk.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ausbaupl\u00e4ne wurden bei einer Veranstaltung zum <strong>140-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Marke Mercedes-Benz<\/strong> vorgestellt. Unternehmensvertreter pr\u00e4sentierten dort gemeinsam mit der ungarischen Regierung die Perspektiven f\u00fcr den Standort.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"872\" height=\"546\" src=\"https:\/\/aktienpros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-22.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3109\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ungarn gewinnt an Bedeutung f\u00fcr Mercedes<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Der Ausbau des Werks unterstreicht die zunehmende Rolle Ungarns innerhalb der europ\u00e4ischen Automobilproduktion. Mercedes-Manager <strong>Jens B\u00fchler<\/strong> erkl\u00e4rte bei der Veranstaltung, dass der Standort in den kommenden Jahren weiter wachsen werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausbau ist Teil einer langfristigen Strategie, die Produktion st\u00e4rker international zu verteilen. L\u00e4nder mit niedrigeren Produktionskosten und wirtschaftsfreundlichen Rahmenbedingungen gewinnen f\u00fcr Autobauer zunehmend an Bedeutung.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Pr\u00e4sentation der Investitionspl\u00e4ne war auch Ungarns Ministerpr\u00e4sident <strong>Viktor Orb\u00e1n<\/strong> anwesend. Die Regierung in Budapest bem\u00fcht sich seit Jahren aktiv darum, internationale Industriekonzerne anzuziehen und den Standort Ungarn als Produktionszentrum f\u00fcr Europa auszubauen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Neue Arbeitspl\u00e4tze und steigende Kapazit\u00e4t<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit der Erweiterung der Fabrik wird sich die Produktionsleistung deutlich erh\u00f6hen. Bis zu <strong>300.000 Fahrzeuge pro Jahr<\/strong> sollen k\u00fcnftig in Kecskem\u00e9t vom Band laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die geplanten <strong>3.000 neuen Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> w\u00fcrden die Belegschaft erheblich vergr\u00f6\u00dfern. Damit k\u00f6nnte der Standort langfristig zu einem der wichtigsten Produktionszentren von Mercedes-Benz in Europa werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon heute produziert das Werk mehrere Modelle f\u00fcr den internationalen Markt. Mit der Erweiterung will der Konzern die Fertigung weiter b\u00fcndeln und effizienter gestalten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Forschung und Entwicklung erstmals vor Ort<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Neben der Produktion plant Mercedes-Benz auch den Aufbau eines eigenen <strong>Forschungs- und Entwicklungszentrums<\/strong> in Ungarn. F\u00fcr dieses Projekt sind Investitionen von rund <strong>54,4 Millionen Euro<\/strong> vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das neue Zentrum soll zun\u00e4chst etwa <strong>25 Arbeitspl\u00e4tze<\/strong> im Bereich Forschung und Entwicklung schaffen. Damit erh\u00e4lt der Standort erstmals eine technische Entwicklungsabteilung.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Mercedes ist dieser Schritt strategisch wichtig. Forschungseinrichtungen in unmittelbarer N\u00e4he zur Produktion k\u00f6nnen Entwicklungsprozesse beschleunigen und Innovationen schneller in die Serienfertigung bringen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>A-Klasse wird k\u00fcnftig in Ungarn gebaut<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Zuge der Neuausrichtung wird auch die Produktion einzelner Modelle verlagert. So plant Mercedes-Benz, die Fertigung der <strong>A-Klasse<\/strong> ab dem <strong>zweiten Quartal 2026<\/strong> vom deutschen Werk <strong>Rastatt<\/strong> nach <strong>Kecskem\u00e9t<\/strong> zu verlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Anpassung der Produktionsstruktur innerhalb des Konzerns. Modelle sollen k\u00fcnftig dort hergestellt werden, wo Kosten, Infrastruktur und Kapazit\u00e4ten optimal zusammenpassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verlagerung der A-Klasse ist deshalb ein symboltr\u00e4chtiger Schritt, weil das Modell lange eng mit dem Standort Rastatt verbunden war.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Sparprogramme in Deutschland<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in Ungarn investiert wird, verfolgt Mercedes-Benz in Deutschland einen klaren Sparkurs. Der Konzern hat sich bereits im Jahr <strong>2025<\/strong> mit dem Betriebsrat auf Ma\u00dfnahmen zur Senkung der Kosten verst\u00e4ndigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Vereinbarung umfasst auch Programme zum <strong>Stellenabbau<\/strong>. In Medienberichten wurde zuletzt von m\u00f6glichen Einschnitten von bis zu <strong>20.000 Arbeitspl\u00e4tzen<\/strong> gesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wurde f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten in den deutschen Werken eine <strong>Besch\u00e4ftigungssicherung bis Ende 2034<\/strong> vereinbart. Damit sollen betriebsbedingte K\u00fcndigungen vermieden werden, w\u00e4hrend der Konzern seine Struktur anpasst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Umbau zeigt den Spagat vieler gro\u00dfer Industrieunternehmen: W\u00e4hrend neue Standorte wachsen, m\u00fcssen bestehende Strukturen effizienter organisiert werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schwieriges Jahr f\u00fcr den Autobauer<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die strategischen Entscheidungen fallen in eine wirtschaftlich anspruchsvolle Phase f\u00fcr Mercedes-Benz. Im vergangenen Gesch\u00e4ftsjahr erzielte der Konzern einen Umsatz von <strong>132,2 Milliarden Euro<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (<strong>EBIT<\/strong>) lag jedoch nur noch bei <strong>5,82 Milliarden Euro<\/strong>. Damit brach das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um <strong>57 Prozent<\/strong> ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits <strong>2024<\/strong> hatte der Konzern einen deutlichen R\u00fcckgang der Gewinne verzeichnet. Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, wie stark die Automobilindustrie derzeit unter Druck steht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>R\u00fcckgang bei den weltweiten Verk\u00e4ufen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Auch beim Absatz musste Mercedes-Benz Einbu\u00dfen hinnehmen. Weltweit verkaufte der Konzern rund <strong>2,16 Millionen Pkw und Vans<\/strong>. Darunter waren etwa <strong>1,8 Millionen Personenwagen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Das entspricht einem R\u00fcckgang von etwa <strong>neun Prozent<\/strong> gegen\u00fcber dem Vorjahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders stark betroffen war der Markt in <strong>China<\/strong>, der f\u00fcr Mercedes-Benz traditionell eine zentrale Rolle spielt. Dort sank der Absatz von Pkw um <strong>19 Prozent<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Der R\u00fcckgang im wichtigsten Einzelmarkt belastet die Ergebnisse erheblich und zwingt den Konzern dazu, seine globale Strategie anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Industrie im Umbruch<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die aktuellen Entwicklungen bei Mercedes-Benz spiegeln einen tiefgreifenden Wandel der gesamten Automobilbranche wider. Hersteller stehen unter starkem Wettbewerbsdruck, m\u00fcssen hohe Investitionen in neue Technologien stemmen und gleichzeitig ihre Kostenstrukturen anpassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Neue Produktionsstandorte, ver\u00e4nderte Lieferketten und internationale Investitionsprogramme geh\u00f6ren inzwischen zum Alltag gro\u00dfer Automobilkonzerne.Der Ausbau des Werks in <strong>Kecskem\u00e9t<\/strong> zeigt, wie stark sich die industrielle Landkarte Europas verschiebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Milliardeninvestition in neuen Produktionsstandort Der Automobilhersteller Mercedes-Benz treibt den Ausbau seiner internationalen Produktionsstruktur voran. W\u00e4hrend der Konzern in Deutschland Kosten reduziert und \u00fcber Personalabbau diskutiert, investiert das Unternehmen mehr als eine Milliarde Euro in sein Werk im ungarischen Kecskem\u00e9t. Dort soll die Produktion deutlich ausgeweitet werden. 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