{"id":3187,"date":"2026-03-23T14:05:36","date_gmt":"2026-03-23T14:05:36","guid":{"rendered":"https:\/\/aktienpros.com\/?p=3187"},"modified":"2026-03-23T14:05:41","modified_gmt":"2026-03-23T14:05:41","slug":"boersen-beben-nach-trumps-drohung-gegen-den-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/aktienpros.com\/?p=3187","title":{"rendered":"B\u00f6rsen beben nach Trumps Drohung gegen den Iran"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Schwacher Auftakt am deutschen Aktienmarkt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Nervosit\u00e4t an den Finanzm\u00e4rkten hat zum Wochenstart erneut deutlich zugenommen. Ausl\u00f6ser ist die versch\u00e4rfte Tonlage aus Washington. <strong>US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/strong> hat der iranischen F\u00fchrung mit der <strong>Zerst\u00f6rung von Energieanlagen<\/strong> gedroht, sollte Teheran die <strong>Stra\u00dfe von Hormus<\/strong> nicht binnen <strong>48 Stunden<\/strong> vollst\u00e4ndig und, wie er es formulierte, <strong>\u201eohne Drohungen\u201c<\/strong> \u00f6ffnen. Diese Eskalation lie\u00df die Anleger sofort in den Krisenmodus schalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der <strong>Dax<\/strong> verlor im fr\u00fchen Handel rund <strong>zwei Prozent<\/strong> und fiel auf etwa <strong>21.940 Punkte<\/strong>. Schon dieser erste Kursrutsch zeigt, wie empfindlich die M\u00e4rkte inzwischen auf jede neue Zuspitzung im Nahen Osten reagieren. Die Sorge ist klar: Sollte sich der Konflikt weiter ausweiten, k\u00f6nnten Energiepreise, Inflation und Zinsen gleichzeitig nach oben getrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"652\" src=\"https:\/\/aktienpros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-38.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3190\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Hormus wird erneut zum globalen Risikofaktor<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Im Mittelpunkt der aktuellen Zuspitzung steht die <strong>Stra\u00dfe von Hormus<\/strong>, eine der wichtigsten Lebensadern des weltweiten \u00d6lhandels. Ein erheblicher Teil der globalen Energieversorgung l\u00e4uft \u00fcber diese Meerenge. Jede Drohung gegen diese Route trifft deshalb nicht nur einzelne L\u00e4nder, sondern die gesamte Weltwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend Washington ultimativ Druck aufbaut, droht Teheran seinerseits mit der <strong>vollst\u00e4ndigen Schlie\u00dfung<\/strong> der Meerenge. Genau diese Konstellation ist es, die Investoren in Alarmbereitschaft versetzt. Denn hier geht es l\u00e4ngst nicht mehr nur um milit\u00e4rische Rhetorik, sondern um eine zentrale Infrastruktur des internationalen Handels.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Chef-Marktanalyst von <strong>CMC Markets<\/strong>, <strong>Andreas Lipkow<\/strong>, formulierte die Lage entsprechend deutlich: <strong>\u201eVon einer Deeskalation sind die Kriegsparteien weit entfernt.\u201c<\/strong> Damit beschreibt er ziemlich pr\u00e4zise, was an den B\u00f6rsen gerade eingepreist wird: nicht Beruhigung, sondern die M\u00f6glichkeit einer weiteren Eskalation.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00d6l schie\u00dft nach oben<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die unmittelbare Reaktion zeigte sich am Rohstoffmarkt. Ein Barrel der Nordseesorte <strong>Brent<\/strong> verteuerte sich zeitweise um <strong>1,9 Prozent<\/strong> auf bis zu <strong>114,35 US-Dollar<\/strong>. Noch kr\u00e4ftiger fiel die Bewegung bei der US-Sorte <strong>WTI<\/strong> aus, die in der Spitze um mehr als <strong>drei Prozent<\/strong> auf <strong>101,50 Dollar<\/strong> zulegte.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Preisbewegung ist weit mehr als ein technisches Marktph\u00e4nomen. H\u00f6here \u00d6lpreise bedeuten h\u00f6here Kosten f\u00fcr Transport, Industrie, Produktion und private Haushalte. Genau deshalb sind die B\u00f6rsenreaktionen so nerv\u00f6s. Ein anhaltender Anstieg der Energiepreise k\u00f6nnte die ohnehin fragile wirtschaftliche Lage in Europa und dar\u00fcber hinaus sp\u00fcrbar verschlechtern.<\/p>\n\n\n\n<p>Lipkow warnte deshalb auch vor einem noch drastischeren Szenario: <strong>\u201eSollte es zu einer Ausweitung der Angriffe kommen, d\u00fcrften die Roh\u00f6lpreise erneut massiv ansteigen und die bef\u00fcrchteten Preisniveaus oberhalb von 120 US-Dollar erreichen.\u201c<\/strong> Noch schwerer wiegt sein Zusatz, dass sich diese Niveaus dann sogar l\u00e4ngerfristig festsetzen k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"777\" height=\"753\" src=\"https:\/\/aktienpros.com\/wp-content\/uploads\/2026\/03\/image-37.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-3189\"\/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Inflationsangst kehrt mit Wucht zur\u00fcck<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Mit dem \u00d6lpreisanstieg r\u00fcckt ein Thema wieder brutal in den Vordergrund, das viele Anleger bereits etwas verdr\u00e4ngt hatten: die <strong>Inflation<\/strong>. Wenn Energie dauerhaft teurer wird, steigen nicht nur die Kosten f\u00fcr Treibstoff und Heizung. Der gesamte Preisauftrieb in der Wirtschaft kann dadurch neu befeuert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Genau diese Furcht bestimmt derzeit die Umschichtungen an den M\u00e4rkten. Anleger stellen sich auf ein Umfeld ein, in dem die Notenbanken m\u00f6glicherweise wieder h\u00e4rter reagieren m\u00fcssen als bisher gedacht. Sowohl die <strong>US-Notenbank Federal Reserve<\/strong> als auch die <strong>Europ\u00e4ische Zentralbank<\/strong> k\u00f6nnten gezwungen sein, auf einen neuen Inflationsschub mit einer restriktiveren Geldpolitik zu antworten.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit entsteht f\u00fcr Aktienm\u00e4rkte eine doppelte Belastung: steigende Kosten auf der einen, drohende Zinserh\u00f6hungen auf der anderen Seite. F\u00fcr viele Unternehmen w\u00e4re das eine ung\u00fcnstige Kombination, weil sie gleichzeitig mit h\u00f6heren Ausgaben und schwierigeren Finanzierungsbedingungen umgehen m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kapitalerhalt wird wichtiger als Rendite<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Diese Unsicherheit ver\u00e4ndert bereits das Verhalten der Investoren. Risiko wird reduziert, Sicherheit wird wichtiger. Der Chefmarktanalyst der <strong>Consorsbank<\/strong>, <strong>Jochen Stanzl<\/strong>, brachte die neue Priorit\u00e4t der Anleger knapp auf den Punkt: <strong>\u201eFestverzinsliche Anlagen ohne Kursrisiko sind derzeit Trumpf.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und er erg\u00e4nzte: <strong>\u201eDie Anleger sorgen sich mehr um den Erhalt ihres Kapitals, als darum, eine Rendite zu erwirtschaften.\u201c<\/strong> Das ist eine bemerkenswerte Beschreibung der aktuellen Marktstimmung. Denn sie zeigt, dass es nicht mehr in erster Linie um Chancen geht, sondern um Schadensbegrenzung.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn Investoren beginnen, zuerst an Absicherung und erst danach an Gewinne zu denken, ist das fast immer ein Zeichen f\u00fcr ein ernsthaft angespanntes Umfeld.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Belastung f\u00fcr die gesamte Konjunktur<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Folgen k\u00f6nnten weit \u00fcber die B\u00f6rsen hinausreichen. Der Chefvolkswirt der <strong>Dekabank<\/strong>, <strong>Ulrich Kater<\/strong>, warnte ausdr\u00fccklich vor den gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen eines l\u00e4nger andauernden Konflikts. <strong>\u201eDie Sorgen an den Kapitalm\u00e4rkten \u00fcber die Auswirkungen des Kriegs nehmen zu\u201c<\/strong>, sagte er. Und weiter: <strong>\u201eJe l\u00e4nger sich die Lage hinzieht, desto st\u00e4rker sp\u00fcren alle Wirtschaftsteilnehmer die Folgen im Alltag.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damit beschreibt Kater die eigentliche Tragweite der Entwicklung. Es geht nicht nur um fallende Kurse oder steigende \u00d6lnotierungen. Es geht um die Gefahr, dass sich geopolitische Eskalation in schw\u00e4cheres Wachstum, h\u00f6here Preise und sinkende Investitionsbereitschaft \u00fcbersetzt. Gerade die europ\u00e4ischen Volkswirtschaften, die ohnehin keine \u00fcberragende Dynamik zeigen, w\u00e4ren davon besonders betroffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gold f\u00e4llt trotz Krisenlage<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Bemerkenswert ist, dass nicht alle klassischen Krisenindikatoren in die erwartete Richtung laufen. Der <strong>Goldpreis<\/strong> geriet deutlich unter Druck und fiel um mehr als <strong>sieben Prozent<\/strong> auf bis zu <strong>4.136,20 Dollar je Feinunze<\/strong>. Damit markierte er den tiefsten Stand des Jahres und setzte seinen Abw\u00e4rtstrend fort. Bereits in der Vorwoche hatte das Edelmetall mit einem Minus von \u00fcber <strong>zehn Prozent<\/strong> den st\u00e4rksten Wochenverlust seit rund <strong>43 Jahren<\/strong> verzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom Rekordhoch bei <strong>5.594,82 Dollar<\/strong> am <strong>29. Januar<\/strong> hat sich Gold inzwischen um mehr als <strong>20 Prozent<\/strong> entfernt. Der Marktanalyst <strong>Tim Waterer<\/strong> von <strong>KCM Trade<\/strong> sieht den Grund in der ver\u00e4nderten Zinserwartung: <strong>\u201eDie Erwartungen von Zinssenkungen haben sich zu potenziellen Zinserh\u00f6hungen verschoben, was die Attraktivit\u00e4t von Gold aus Renditesicht geschm\u00e4lert hat.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Musk setzt parallel auf neue Chipfabriken<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die M\u00e4rkte unter geopolitischem Stress stehen, treiben einige Unternehmen ihre langfristigen Industrieprojekte dennoch voran. <strong>Elon Musk<\/strong> k\u00fcndigte an, dass <strong>Tesla<\/strong> und <strong>SpaceX<\/strong> im texanischen <strong>Austin<\/strong> zwei hochmoderne Chipfabriken errichten wollen. Das Projekt tr\u00e4gt den Namen <strong>\u201eTerafab\u201c<\/strong>.Ein Werk soll Halbleiter f\u00fcr <strong>Autos<\/strong> und <strong>humanoide Roboter<\/strong> produzieren. Die zweite Anlage ist f\u00fcr Rechenzentren mit <strong>K\u00fcnstlicher Intelligenz im Weltraum<\/strong> vorgesehen. Auch diese Meldung zeigt, wie eng geopolitische Krisen, Rohstoffm\u00e4rkte, Inflation und technologische Zukunftsindustrien inzwischen miteinander verwoben sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwacher Auftakt am deutschen Aktienmarkt Die Nervosit\u00e4t an den Finanzm\u00e4rkten hat zum Wochenstart erneut deutlich zugenommen. Ausl\u00f6ser ist die versch\u00e4rfte Tonlage aus Washington. US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat der iranischen F\u00fchrung mit der Zerst\u00f6rung von Energieanlagen gedroht, sollte Teheran die Stra\u00dfe von Hormus nicht binnen 48 Stunden vollst\u00e4ndig und, wie er es formulierte, \u201eohne Drohungen\u201c \u00f6ffnen. 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